Das Corsagenkleid hat als modisches Kleidungsstück viele Jahrhunderte überdauert und wurde immer wieder neu inszeniert. Die eng am Körper anliegenden, schulterfreien Oberteile sind mit Spiralfederstäben verstärkt und behalten so ihre Form. Im Gegensatz zum Korsett wird der Körper durch die Corsage allerdings nicht eingeschnürt und verformt. Vielmehr werden die natürlichen Rundungen vorteilhaft betont.
Spätestens seit dem Wiederaufleben der Burlesque-Bewegung ist die klassische Sanduhr-Silhouette der 50er Jahre wieder auf dem Vormarsch. Heute fehlen Corsagenkleider auf keinem roten Teppich. Dabei lassen sich die mitunter festlichen Kleider durchaus auch alltagstauglich kombinieren. Hier sind 7 Tipps für die Auswahl des perfekten Corsagenkleides:
1. Passform
Damit das Corsagenkleid auch jede Bewegung mitmacht, muss es perfekt sitzen. Bei der Anprobe sollte man sich daher etwas Zeit nehmen. Da das Kleid ohne Träger auskommt, darf es auf keinen Fall zu weit sein, sonst besteht akute Rutschgefahr. Zu stramm sollte das Kleid allerdings auch nicht sitzen. Einfacher Test: Auf einen Stuhl sitzen. Wenn man auch in dieser Position noch Luft bekommt, sitzt das Kleid richtig.
2. Speck-Weg
Wer sehr weibliche Formen hat, sollte auf großflächige Muster verzichten, um kleine Schwachstellen nicht zusätzlich zu betonen. Auch bei der Wahl des Stoffes ist Vorsicht geboten: Glänzende Stoffe tragen auf, Speckröllchen werden eher betont. Sehr zierlicher Frauen können so aber auch ein paar Kilos hinzumogeln. Wer eher zuviel auf den Hüften hat, kann mit gedeckteren Farben und unifarbenen Stoffen der Figur schmeicheln.
3. Dekolleté
Ein gut sitzendes Corsagenkleid bringt das Dekolleté in Form, oft kann auf einen BH verzichtet werden. Wer sich ohne BH unwohl fühlt oder etwas mehr Fülle vortäuschen möchte, kann einen trägerlosen BH oder Push-up unter dem Kleid tragen. Bei kleiner Oberweite helfen einfache Tricks: Applikationen wie Rüschen, Spitzenborten, Raffungen oder Schleifen lassen das Dekolleté optisch fülliger erscheinen.
4. Corsagen-Brautmode
Corsagenkleider sind vor allem als Brautmode sehr beliebt: siehe Amica. Damit am großen Tag nichts schiefgeht, sollte das Kleid am besten maßgeschneidert sein. Absolut unverzichtbar ist allerdings eine Anprobe kurz vor dem Hochzeitstermin, damit eventuell Änderungen vorgenommen werden können.
5. Accessoires
Da die Schulterpartie beim Corsagenkleid frei liegt und keine störenden Träger ablenken, kann Halsschmuck gut in Szene gesetzt werden. Hier darf auch dick aufgetragen werden: Schlichte Ketten kommen ebenso gut zur Geltung wie opulente Colliers. Perfekt wird das Outfit mit einer Clutch-Bag, die unter dem Arm getragen wird.
6. Kombination
Wer sein Kleid nicht nur für den großen Auftritt kaufen möchte, sollte auf schlichte Modelle in dezenten Tönen zurückgreifen. Mit einem kurzen Blazer kombiniert, lassen sich Corsagenkleider so auch im Büro tragen.
7. Selbstgemacht
Wenn jedes Detail stimmen soll, ist ein wenig handwerkliches Geschick gefragt. So lassen sich Corsagenkleider auch relativ einfach selbst nähen. Günstige Kleider, aber aus eigener Hand gefertigt.
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